21 Februar 2021

Mozzarella oder Burrata? Das ist der Unterschied!

Optisch lassen sich die beiden Käsesorten kaum voneinander unterscheiden. Bei der Herstellung und im Geschmack gibt es jedoch einige Unterschiede. 

In diesem Artikel erfahrt ihr mehr über die beiden italienischen Käseklassiker!
 
 


Sowohl die Burrata, als auch der Mozzarella haben eine weiche Konsistenz, sind schneeweiß und vor allem lecker! Beide zählen zu den sogenannten Filata-Käsesorten, bei deren Herstellung die Bruchmasse gesäuert, abgebrüht, und ihm Anschluss zu Fäden gezogen wird. 


Mozzarella
Der Mozzarella ist hierzulande bekannter und gängiger als die Burrata. Er besteht aus Kuh- und/oder Büffelmilch und hat eine Reifezeit von 1-3 Tagen. Im Anschluss wird die Käsemasse aus der Molke gehoben, mit heißem Wasser abgebrüht und so lange geknetet und gezogen, bis sie weich und geschmeidig ist. Danach wird die Masse in Stücke geschnitten (ital. mozzare) und zu den typischen Kugeln oder Zöpfen geformt. 
 
Mozzarella besitzt keine Rinde, sondern eine glatte Haut. Seine Konsistenz erinnert ein wenig an Gummi. Er wird in Salzlake oder Molke aufbewahrt und verfügt über einen sehr milden Geschmack. Die beim Schneiden austretende, milchige Flüssigkeit ist übrigens ein Zeichen für Frische. Die Kuhmilch-Variante enthält einen durchschnittlichen Fettgehalt von 45 %. 
 

Büffelmozzarella liegt preislich etwas höher und wird vor allem wegen seiner weichen und cremigen Konsistenz geschätzt. Im Gegensatz zu der Variante aus Kuhmilch ist der Mozzarella di Bufala deutlich kräftiger und aromatischer im Geschmack. Mit rd. 50 % Fettanteil ist er außerdem etwas kalorienreicher. 

Den Ursprung des Büffelmozzarella findet man unter anderem in Kampanien: Einheimische aus Neapel sollen schon im 2. Jahrhundert Büffel gehalten, und Käse aus deren Milch hergestellt haben.  

 
  

Burrata
Die Burrata wird überwiegend aus Kuhmilch hergestellt und verfügt im Durschnitt über einen Fettanteil von 45 % - 60 %. Ihre Form erinnert an ein kleines Säckchen. 
 
Während Mozzarella eine gleichmäßige, vorwiegend feste Konsistenz hat, befindet sich im Inneren der weichen Burrata eine cremige, leicht süßliche Sahnefüllung, die mit gezupften Mozzarellafäden verfeinert ist. Beim Aufschneiden der Burrata fließt diese Füllung wunderbar cremig aus der Mitte des Käses heraus. "Burrata" bedeutet auf Italienisch übrigens soviel wie "gebuttert" und spielt damit unter anderem auf eben diese Konsistenz an. 

Anstelle einer Reifezeit benötigt die Burrata nur einige Stunden Ruhe. Ist der Bruch fest geworden, wird er mit heißem Wasser abgebrüht und im Anschluss wie bei der Herstellung von Mozzarella mithilfe von Kneten und Ziehen zu einer geschmeidigen Masse verarbeitet. Anschließend formen die sogenannten Casari (Käsehersteller) hieraus eine Kugel mit Vertiefung und füllen diese von Hand mit gezupften Mozzarellafäden und Sahne. Danach wird das entstandene Säckchen verknotet und in Salzlake eingelegt. Die Burrata verfügt über eine nur wenige Millimeter dicke Hülle und wird in Italien häufig frisch verkauft - So schmeckt sie am besten!

 

Erfunden wurde diese Käseart übrigens Mitte der fünziger Jahre in Apulien: Ein starker Schneesturm verhinderte damals, dass die Milchbauern ihre Erzeugnisse in die umliegenden Ortschaften bringen konnten. Um die Milch und den leicht verderblichen Rahm nicht wegwerfen zu müssen, kam ein Bauer namens Lorenzo Bianchino auf die Idee, die Sahne in einer Mozzarella-Hülle zu verpacken und das Ganze als Säckchen zusammenzubinden. 


Ich kann beide Käsesorten empfehlen! Dazu esse ich am liebsten ein paar frische Tomaten, garniert mit Rucola oder Basilikum, Olivenöl und etwas Salz & Pfeffer!


Auch interessant:



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hat der Artikel dir gefallen? Schreib mir gern etwas dazu!