30 Mai 2021

Cornicello - Was es mit dem italienischen Hörnchen auf sich hat

Fast jeder hat die seltsame Chilischote
schon mal gesehen. Kein Wunder, schließlich findet man das sogenannte Cornicello in Italien an jeder Ecke. Doch was steckt eigentlich dahinter?

In diesem Artikel verrate ich euch, was es mit dem Glücksbringer auf sich hat und worauf man beim Kauf achten sollte. ;)



 
Seine Herkunft hat der merkwürdige Talisman in der facettenreichen Stadt Neapel. Im dortigen Dialekt wird er von den Einheimischen "Curniciello" genannt. Der Begriff leitet sich von Corno ab und bedeutet so viel wie "kleines Hörnchen". Während die meisten Touristen allerdings eine Chilischote dahinter vermuten, wissen es die abergläubischen Neapolitaner besser: 


Die Ursprungsgeschichte
Der Mythos des Cornicello ist uralt und hat im Laufe der Zeit verschiedene Epochen durchlaufen. Man nimmt an, dass seine verdrehte Form dem Horn einer Antilope nachempfunden wurde. Tierhörner galten schon um 3500 v. Chr. als gutes Omen und konnten dem Glaube nach angeblich den gefürchteten bösen Blick (ital. Malocchio) von schwangeren Frauen abwenden. Zudem standen die Hörner für Kraft und Stärke, sodass sich die Menschen bei wichtigen Schlachten häufig damit schmückten. Gleichzeitig waren sie auch ein Symbol für Fruchtbarkeit.
 
Mit der Zeit verbreiteten sich die Geschichten um das Glückshorn schließlich auch in Europa. Neapolitanische Handwerker begannen daraufhin mit der Anfertigung der beliebten Talismane und verwendeten hierfür zunächst rote Korallen.
 
 
 
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Das Cornicello heute
Auch wenn man die charakteristischen Hörnchen mittlerweile in jeder Region Italiens findet, dürfte es in Neapel nach wie vor die größte Auswahl geben. Insbesondere in der Via S. Gregorio Armeno wird der traditionelle Glücksbringer vielfach zum Kauf angeboten. Einheimische und Touristen haben die Qual der Wahl zwischen Varianten aus Gold, Silber, Terrakotta, Kunststoff, und vieles mehr.
 
Aber Achtung, nicht jedes Cornicello ist ein Original: "Tuosto, stuorto und cu' a' ponta" - Fest, krumm und spitz, über diese Eigenschaften muss der traditionelle Glücksbringer dem neapolitanischen Glauben nach verfügen, damit er den bösen Blick erfolgreich abwenden kann. Streng genommen muss das Horn sogar von Hand angefertigt werden, damit sich die positiven Einflüsse des Herstellers auf den neuen Besitzer übertragen. 
 
 
 
Cornicelli werden in Neapel gern als Schmuckstück getragen, finden sich aber auch an Schlüsselbunden wieder oder baumeln von den Rückspiegeln etlicher Autos. Aberglaube ist dort eben nach wie vor verbreitet und der böse Blick dementsprechend gefürchtet.

Aber Achtung! Man kann das Glück nicht für sich selbst kaufen: Dem Glauben nach erfüllt der Talisman seinen Zweck nur dann, wenn man ihn von einem lieben Menschen geschenkt bekommt.
 
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