Sonntag, 29. März 2020

Rezension: Rache an der Riviera

Genua – Mit zahlreichen bunten Häuschen und einem historischen Ortskern ist die Stadt an der ligurischen Küste für viele ein Traum. Hier scheint die Welt rundum in Ordnung zu sein. Kaum vorstellbar, dass die Hafenstadt plötzlich zum Tatort eines dunkles Verbrechens wird.

Der Kriminalroman Rache an der Riviera verspricht eine clever komponierte Mischung aus Dolce Vita und seelischen Abgründen. Ob das Buch dieser Beschreibung gerecht wird, verrate ich euch in diesem Artikel! (Hinweis: Der Artikel enthält unbezahlte Werbung)


Aufbau und Inhalt
Das Buch ist im Emons Verlag erschienen und seit Mitte März 2020 im Handel erhältlich. Unterteilt in drei Abschnitte beinhaltet es insgesamt 304 Seiten. Der Leser taucht ein in die idyllische Region Liguriens und wird nach und nach durch die Geschichte des Gerichtsmediziners Johann Sorbello geführt, welcher mit einem ungewöhnlichen Mordfall konfrontiert wird: Auf seinem Seziertisch liegt die Leiche einer jungen Frau, die aus dem Piranhabecken des nahegelegenen Aquariums geborgen wurde. Während die Behörden schnell von einer Beziehungstat ausgehen, wird der Gerichtsmediziner jedoch stutzig, als er Olivenöl in der Lunge der Leiche entdeckt. Die Suche nach der Wahrheit zieht immer weitere Kreise und enthüllt ein abgründiges Familiengeheimnis. 


Mein Fazit
Als ich den Klappentext gelesen habe, erschien mir die Sache mit dem Piranhabecken zunächst etwas weit hergeholt, und das in der Leiche entdeckte Olivenöl wie ein stumpfes Klischee. Umso überraschter war ich, dass sich dahinter ein hoch spannender Kriminalroman verbirgt, dessen oft schonungslos verfasste Zeilen mich bis zur letzten Seite gefesselt haben. Dem Autor ist es gelungen, dass mich die Geschichte auch in meiner Freizeit beschäftigt hat. So habe ich mich mehr als einmal dabei erwischt, ihrem Fortgang entgegenzufiebern. 

 
Luca Ferraro vermittelt außerdem einen authentischen Eindruck von Genua und Umgebung und erzeugt mit seinem Schreibstil lebendige Bilder. Während des Lesens konnte ich das bunte Treiben auf der belebten Piazza praktisch vor mir sehen und den Duft von Spaghetti allo scoglio wahrnehmen, der durch die schmalen Gassen des Ortes zieht. Diese Tatsache hat mir sogar ein wenig über die Wehmut der aktuellen, dem Coronavirus geschuldeten Situation hinweggeholfen, die das Reisen derzeit leider nicht möglich macht. 


Weiter hat mir gut gefallen, dass der Roman auch einen interessanten Einblick in die Kultur Liguriens ermöglicht. Neben der Geschichte der Region samt Ereignissen aus längst vergangenen Zeiten erfährt der Leser beispielsweise auch, woran sich ein gutes Olivenöl erkennen lässt. ;) Man bekommt unmittelbar Lust, die facettenreiche Stadt zu besuchen und ihre vielen Gegensätze in sich aufzusaugen.

Hier geht's zur Leseprobe!


Auf einen Blick
Verlag: Emons Verlag GmbH
Autor: Luca Ferraro
ISBN: 978-3-7408-0779-5
Taschenbuch: 13,00 €
E-Book: 9,49 €


Über den Autor
(Foto: privat)
Luca Ferraro ist ein Pseudonym. Der 1965 geborene Autor lebt in Berlin und Ligurien. Nach seinem Studium in Politologie und Amerikanistik war er zunächst als Journalist für verschiedene Magazine und Zeitungen tätig. Seit mehr als zwanzig Jahren hält er seine Ideen und Gedanken nicht nur als Autor, sondern auch als Regisseur fest. 

Inspirieren lässt er sich vom Panorama seiner inmitten der ligurischen Berge gelegenen Sonnenterasse. Der Kriminalroman ist laut Luca Ferraro eine Liebeserklärung an die wunderbare Regionshauptstadt, die ihn bereits vor Jahren um den Finger gewickelt hat. Mehr über das geheimnisvolle Pseudonym findet ihr auf seiner Homepage. 



An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bei Luca Ferraro und dem Emons Verlag für den freundlichen Kontakt und die Übersendung des Rezensionsexemplars bedanken!


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