Freitag, 23. Dezember 2016

Die Geschichte der Panettone

Bestimmt habt ihr diesen stollenähnlichen Kuchen schon mal gesehen. Hübsch verpackt in bunten Schachteln ist die Panettone vor allem in der Weihnachtszeit in vielen Geschäften erhältlich.

Hinter der Panettone steckt aber nicht nur süßer Geschmack, sondern auch mehrere schöne Legenden. In diesem Artikel erzähle ich euch meine liebste!



Es ist der 24. Dezember 1495. Für das Weihnachtsfest hatte der Herzog von Mailand das gesamte fürstliche Bankett der Stadt zu sich auf den Hof eingeladen. Es sollte ein prächtiges Festmahl geben, für das die komplette Küchencrew bereits seit den frühen Morgenstunden auf den Beinen war und eifrig in der Küche hantierte.  

Als es schließlich Abend wurde und die leckeren Speisen nach und nach serviert wurden, unterlief dem Küchenchef jedoch ein großer Fehler. Er vergaß die Nachspeise im Ofen! Als er das Missgeschick bemerkte, war es bereits zu spät: Der Nachtisch, der den krönenden Abschluss des Weihnachtsmahls darstellen sollte, war restlos verbrannt. Hinter dichten Rauchschwaden war nur noch ein kohlrabenschwarzes Häufchen Asche zu erkennen. Verzweifelt warf er die Arme in die Luft und war den Tränen nahe.

Da kam Toni, ein bescheidener Küchenjunge um die Ecke. Schon lange war dieser unsterblich in die Tochter des Küchenmeisters verliebt und wollte seinem Chef helfen. Aus Teigresten und ein paar übrig gebliebenen Früchten hatte er zuvor für sich und die anderen Küchenmitarbeiter ein süßes Brot gebacken, das er nun seinem Chef als Alternative anbot. Dankbar nahm dieser das Brot an und servierte es schweißgebadet den zahlreichen Gästen. Nervös versteckte er sich anschließend hinter dem Vorgang und wartete die Reaktionen der adligen Besucher ab. Allesamt waren begeistert von dem süßen Nachtisch und lobten den Küchenmeister für sein Meisterwerk!

Als er nach dem Namen der kreativen Süßspeise gefragt wurde, zwinkerte er Toni zu und antwortete: "Pane di Toni!" (Brot des Toni). Als Dankeschön für Tonis Hilfe versprach der Küchenchef ihm seine Tochter. Kurze Zeit später wurde die Hochzeit gefeiert und die beiden lebten glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende. Seit jeher wird das "Pane di Toni", aus welchem mit der Zeit das Wort "Panettone" wurde, zu jedem Weihnachtsfest gegessen.



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