02 August 2020

Sirmione - Ein Wiedersehen nach dem Lockdown (Tag 3)

Wie bereits erwähnt, bin ich nach Aufhebung der Reisewarnung für ein verlängertes Wochenende nach Italien aufgebrochen. 

Was sich verändert hat und wie es mir an meinem dritten Tag ergangen ist, habe ich in diesem Kurzartikel für euch zusammengefasst!





Eine eindrucksvolle Scaligerburg, ein malerischer Stadtkern, und beides umgeben von kristallklarem Wasser - Sirmione muss ein Juwel sein, wenn der Ort nur halb so schön ist, wie das Internet verspricht! Also beschließe ich, der beliebten Stadt am südlichen Ufer des Gardasees einen Besuch abzustatten.

Während der knapp 40-minütigen Hinfahrt schaue ich aus dem Fenster. Sanfte Hügel, terrakottafarbene Häuser und sorgfältig angelegte Weinberge ziehen an mir vorbei. Wahrscheinlich werden aufgrund von Corona momentan kaum Menschen in Sirmione unterwegs sein, geht es mir durch den Kopf. Gegen elf Uhr erreiche ich schließlich mein Ziel. Das kräftige Türkisblau des Sees verschlägt mir innerhalb von Sekunden die Sprache. Die vollen Parkplätze samt Menschenmassen allerdings auch.

Nachdem sich doch noch ein freies Plätzchen gefunden hat, schlendere ich über die Uferpromenade. Überall blüht Oleander in weiß und in pink. Der See glitzert verführerisch in der Sonne und verleitet geradewegs dazu, hineinzuspringen. Fasziniert lasse ich das traumhafte Panorama auf mich wirken.

Vor dem Zugang zur Altstadt werde ich aufgefordert, meine Schutzmaske anzulegen. Nachdem ich sie endlich aus meinem Rucksack hervorgekramt habe, gelange ich schließlich in das historische Zentrum. Neugierig stöbere ich durch die Geschäfte. Mit zwei Postkarten und zwei neuen Armbändern im Gepäck lasse ich mich im Anschluss von einer kleinen Elektrobahn zu den Grotten von Catullo bringen. Die Ruinen der einstigen Römervilla können zwar aktuell nicht besichtigt werden, der Ausblick auf den See ist jedoch trotzdem überwältigend. Ebenso das leckere Mango-Eis, dass ich kurze Zeit später im Ort probiere.

Lange bleibe ich allerdings nicht, denn hier ist es mir definitiv zu voll. Stattdessen entspanne ich lieber noch eine Weile am Strand. Glücklich und zufrieden lausche ich den Wellen, die sanft zum Ufer gespült werden. Eine sechsköpfige Entenfamilie schwimmt vorbei und mustert mich neugierig. In einiger Entfernung bellt ein Hund und wartet freudig darauf, dass sein Spielzeug erneut ins Wasser geworfen wird. Ich strecke meine Hand aus und lasse meine Finger über den sonnenwarmen Kies gleiten. Das Rasseln der Steine verleiht mir jedes Mal ein Gefühl von innerer Ruhe. Hier könnte ich ewig sitzen bleiben.

Anschließend geht es zurück nach Verona. Die Abendluft ist immer noch mild und warm. Viele Italiener sind zu dieser Stunde unterwegs, die Stimmung ist ausgelassen. In einer unauffälligen, etwas versteckt liegenden Osteria lasse ich den Abend ausklingen. Die Bedienung stellt eine duftende Parmigiana di melanzane vor mir auf den Tisch. Einen kurzen Moment lang denke ich wehmütig darüber nach, morgen schon wieder die Heimreise antreten zu müssen. Dann aber schiebe ich den Gedanken beiseite und konzentriere mich stattdessen lieber auf das Hier und Jetzt. Immerhin hat Corona uns allen aufgezeigt, wie unglaublich kostbar Momente wie diese sind. In diesem Sinne: Salute



Erfahre mehr über meinen Aufenthalt!

 

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