Sonntag, 13. Oktober 2019

Der Ursprung des Valentinstages

An sich ist der Valentinstag wahrscheinlich jedem ein Begriff. Allerdings steht heutzutage eher der Kommerz im Vordergrund, anstatt die Ursprungsgeschichte.

In diesem Artikel erfahrt ihr, worauf der Valentinstag wirklich zurückzuführen ist. 


 

Inspiriert wurde der Tag der Verliebten durch den Priester Valentin von Terni (auch Valentin aus Rom genannt), der im 3. Jahrhundert nach Christus gelebt hat. Er soll etliche Menschen von verschiedenen Krankheiten geheilt, und hierduch insbesondere in Rom viele Anhänger für den christlichen Glauben gewonnen haben. Außerdem soll er Paare getraut haben, denen eine Hochzeit zur damaligen Zeit verboten war (zum Beispiel Soldaten). Es heißt, die von ihm geschlossenen Ehen standen alle unter einem guten Stern. 


Schädelreliquie - Santa Maria in Cosmedin, Rom
Am 14. Februar 269 wurde er hingerichtet und ging als Märtyrer in die Geschichte ein. Kurz vor seiner Hinrichtung heilte er noch die blinde Tochter des Aufsehers, woraufhin die Familie des Kindes und alle Bediensteten zum Glauben an Jesus Christus übergingen.

Den mit Blumen gekrönten Schädel des heiligen St. Valentin findet man übrigens in der kleinen Kirche Santa Maria in Cosmedin in Rom, in der auch der Bocca della Verità untergebracht ist. Weitere Reliquien des Liebespatrons sind in der ca. 2,5 km entfernten Basilika Santa Prassede aufbewahrt.



Im Jahre 469 führte Papst Gelasius den 14. Februar sodann als Gedenktag zu Ehren des heiligen Valentins für die gesamte Kirche ein. Obwohl dieser Tag 1969 aus dem römischen Generalkalender gestrichen wurde, finden nach wie vor Gottesdienste rund um den Valentinstag statt, in denen Ehepaare gesegnet werden. 

Viele Pärchen entzünden vor der Reliquie eine Kerze
Im 18. Jahrhundert entwickelte sich in England unter Pärchen nach und nach der Brauch, Blumen, Süßigkeiten und Grußkarten als Zeichen der Liebe zu verschenken. In anderen Regionen überreichten sich Paare stattdessen sogenannte Valentinsschlüssel, die symbolisch für das Aufschließen des Herzens stehen sollten. Auch Kindern wurden diese Schlüssel geschenkt, um sie vor Krankheiten zu schützen. 

Spätestens seit dem 19. Jahrhundert gehören handgeschriebene Valentinsgrüße größtenteils der Vergangenheit an.




Stattdessen warten die Geschäfte bereits Wochen vorher mit einem riesigen Angebot an romantischem Schnickschnack auf. Angefangen bei herzförmiger Pizza und Pasta, bis hin zu duftendem Toilettenpapier mit Herzchenprint ist alles Mögliche erhältlich.

In Italien treffen sich Verliebte an Valentinstag übrigens häufig an Flüssen mit Brücken, um dort ein Liebesschloss anzubringen. Im Anschluss wird der Schlüssel ins Wasser geworfen, um ewig andauernde Liebe zu symbolisieren. Mehr über die in Italien geborene Tradition der Liebesschlösser erfahrt ihr in diesem Artikel.
 

Kleiner Tipp:
Einen besonders romantischen Valentinstag kann man in der mittelalterlichen Stadt Verona verbringen, wo das 4 Tage andauernde Fest "Verona in Love" stattfindet. Hierzu wird die schöne Altstadt mit viel Liebe zum Detail geschmückt und beleuchtet. Auch die kleinen Marktstände werden in Herzform aneinandergereiht und laden nicht nur Pärchen zu einem Stadtbummel ein. In Verona kann man sich außerdem ganzjährig auf die Spuren von Romeo und Julia begeben.


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