11 April 2021

Familienunternehmen oder Riesenkonzern? Das steckt hinter Barilla

Schlendert man durch den Supermarkt, so stößt man auf diverse Pastahersteller. Einer davon ist Barilla.
 
Was hinter dem Unternehmen mit der blauen Verpackung steckt, erfahrt ihr in diesem Artikel!
 
 


Der Barilla-Konzern ist riesig und auf der ganzen Welt als führendes Lebensmittelunternehmen bekannt. Kaum zu glauben, dass sich der Betrieb nach wie vor in Familienbesitz befindet. 


Die Anfänge
Alles begann mit einem kleinen Laden für Brot- und Teigwaren, den Pietro Barilla im Jahre 1877 in Parma eröffnete. Hier, in der Stadt des Schinkens, wuchs sein Geschäft nach und nach an. Gemeinsam mit seinen beiden Söhnen Riccardo und Gualtiero ließ Barilla 1910 schließlich die erste Fabrik erbauen. Fortan produzierten dort 80 Mitarbeiter knapp 8 Tonnen Pasta und 2 Tonnen Brot pro Tag. 

Im Jahr 1947 wurde die Leitung des Unternehmens auf Gianni und Pietro Barilla, die Söhne von Riccardo Barilla, übertragen. Während Gianni sich um die Produktion und die Verwaltung kümmerte, leitete Pietro den Verkaufsmarkt und das Marketing. Kurze Zeit später wurde die typische blaue Kartonverpackung eingeführt.

Der ursprüngliche Laden für Brot- und Teigwaren wurde nach reiflicher Überlegung einige Jahre später geschlossen. Im Fokus standen nun die Produktion der verschiedenen Pastaprodukte und deren Präsenz. Hinzu kamen mit der Zeit auch verschiedene Trockenbackwaren wie Grissini und Cracker.


Die Expansion
In den sechziger Jahren vergrößert sich das Unternehmen zunehmend weiter. Für die Hauptrolle in mehreren Werbespots konnte Barilla die italienische Sängerin Mina Mazzini gewinnen. Mittlerweile gelang es dem Konzern, auf einer 120 m langen Produktionsstraße etwa 1.000 Tonnen Pasta täglich herzustellen.

In dem Zeitraum 1971 - 1979 befand sich Barilla in Besitz des US-Unternehmens W. R. Grace and Company. Das Management des Unternehmens verblieb jedoch weiterhin in Italien. 1979 kauft Pietro Barilla die Firma jedoch zurück. 

Mit der Übernahme weiterer renommierter Lebensmittelunternehmen wuchs Barilla in den 90er Jahren immer weiter auf dem Markt. Auch die deutsche Bäckereikette Kamps gehörte zeitweise zum Konzern. 

1993 ging die Leitung schließlich auf Pietros Söhne Guido und Luca über. Als internationales Projekt für die Entwicklung und Förderung der regionalen gastronomischen Kultur Italiens wurde 2004 die sogenannte Barilla Akademie eröffnet. Mit dem Ziel, Interessierten umfassende Kenntnisse im Bereich der Lebensmittelversorgungskette und der Nachhaltigkeit zu vermitteln, wurde 2009 zudem das Barilla Center for Food and Nutrition gegründet. 


Barilla heute
Seit seiner Gründung im Jahr 1877 hat sich das Unternehmen somit zu einem internationalen Konzern weiterentwickelt, der in mehr als 100 Ländern vertreten ist. Barilla ist nach eigenen Angaben stets darauf bedacht, dem Verbraucher die beste Qualität zu bieten - Und das mit Rücksicht auf die Umwelt. Fortschrittliche Technologie, Effizienz und Nachhaltigkeit stehen für den Familienbetrieb im Vordergrund. 
 
Zudem verbessert das Unternehmen kontinuierlich seine Produkte. So verzichtet Barilla beispielsweise auf die Verwendung von Palmöl und bietet neben Vollkornprodukten aus 100% biologischem Anbau auch glutenfreie Pasta an. 

Übrigens: Der ehemalige Formel-1-Rennfahrer Paolo Barilla ist auch ein Urenkel des Barilla-Gründers. Nach seiner sportlichen Karriere wechselte er ebenfalls in das Unternehmen seiner Familie. 



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